ISO 3834 Zertifizierung
Zertifizierter Schweißfachbetrieb werden
Wir bereiten Schweißbetriebe auf die Zertifizierung nach DIN EN ISO 3834 vor: von den Schweißanweisungen über die Qualifikation der Schweißer bis zur Schweißaufsicht und der Begleitung am Audittag.
Spezialisiert auf Schweißtechnik. Wir erstellen WPS, WPQR und begleiten Sie bis zum Zertifikat.
Diese Betriebe haben wir zur ISO 3834 Zertifizierung begleitet
Was ist die DIN EN ISO 3834?
Die DIN EN ISO 3834 legt fest, welche Qualitätsanforderungen ein Betrieb beim Schmelzschweißen metallischer Werkstoffe erfüllen muss. Sie bewertet kein einzelnes Produkt, sondern die Fähigkeit eines Betriebs, dauerhaft normgerecht zu schweißen. Geprüft werden Personal, Verfahren, Ausrüstung und Dokumentation.
Die Norm kennt drei Stufen. ISO 3834-2 umfasst umfassende Qualitätsanforderungen und gilt für sicherheitskritische Bauteile wie Druckbehälter, Kräne oder Brücken. ISO 3834-3 beschreibt Standardanforderungen und deckt den überwiegenden Teil des Maschinen- und Anlagenbaus ab. ISO 3834-4 enthält elementare Anforderungen für einfache Konstruktionen mit geringem Risiko.
Eine ISO 3834 Zertifizierung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Sie wird aber von zahlreichen Regelwerken vorausgesetzt und von Auftraggebern regelmäßig verlangt. Wer sie vorweist, gilt als zertifizierter Schweißfachbetrieb und kann diesen Nachweis in Ausschreibungen einsetzen. Die genauen Anforderungen der DIN EN ISO 3834 haben wir in einem eigenen, separaten Beitrag beschrieben.
Voraussetzungen für einen zertifizierten Schweißfachbetrieb
Welche Anforderungen konkret gelten, hängt von der gewählten Stufe ab. Diese sechs Punkte bilden in jedem Fall den Kern.
Qualifizierte Schweißaufsicht
Eine benannte Schweißaufsicht mit Nachweis als IWE, IWT oder IWS. Sie muss nicht fest angestellt sein, die Norm lässt eine externe Lösung ausdrücklich zu.
Geprüfte Schweißer
Gültige Schweißerprüfungen für alle eingesetzten Verfahren und Werkstoffgruppen, lückenlos dokumentiert und fristgerecht verlängert.
Qualifizierte Schweißverfahren
Für jedes Verfahren eine Schweißanweisung mit zugehöriger Qualifizierung. Welcher Weg der Qualifizierung gilt, hängt von Werkstoff und Verfahren ab.
Dokumentation und Rückverfolgbarkeit
Nachweise über eingesetzte Werkstoffe und Schweißzusätze, Prüfprotokolle und eine nachvollziehbare Zuordnung zum jeweiligen Bauteil.
Geeignete Ausrüstung
Schweiß- und Prüfeinrichtungen in geeignetem Zustand, mit dokumentierter Wartung und Kalibrierung der Messmittel.
Lagerung und Handhabung
Sachgerechte Lagerung von Grundwerkstoffen und Schweißzusätzen, einschließlich Rücktrocknung, wo sie gefordert ist.
Unterschied zwischen ISO 3834 und EN 1090
Die beiden Normen sind eng miteinander verknüpft, stellen jedoch eigenständige Normen dar. Die EN 1090 gilt für tragende Bauteile aus Stahl und Aluminium und fordert dabei die Einhaltung der ISO 3834, je nach Ausführungsklasse. Die ISO 3834 ist dagegen nicht auf den Stahlbau bezogen, sie kann in jedem Schweißbetrieb Anwendung finden.
| Merkmal | DIN EN ISO 3834 | DIN EN 1090 |
|---|---|---|
| Gegenstand | schweißtechnische Qualitätsanforderungen im Betrieb | Konformität tragender Bauteile aus Stahl und Aluminium |
| Rechtlicher Charakter | nicht gesetzlich gefordert, vertraglich oder über andere Normen verlangt | gesetzliche Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung |
| Ergebnis | Nachweis als zertifizierter Schweißfachbetrieb | WPK-Zertifikat, Leistungserklärung und CE-Kennzeichnung |
| Geltungsbereich | alle schweißenden Betriebe, branchenunabhängig | tragende Bauteile im Bauwesen |
Die EN 1090-2 verweist für die schweißtechnischen Anforderungen auf die ISO 3834. Welche Stufe gefordert ist, richtet sich nach der Ausführungsklasse: Für EXC2 gilt in der Regel ISO 3834-3, für EXC3 und EXC4 die umfassendere ISO 3834-2.
Daraus folgt: Wer eine EN-1090-Zertifizierung anstrebt, muss die Anforderungen der ISO 3834 ohnehin zu einem gewissen Teil erfüllen. Umgekehrt gilt das nicht: Eine ISO-3834-Zertifizierung allein berechtigt nicht zur CE-Kennzeichnung tragender Bauteile.
Für Betriebe, die beides brauchen, lassen sich die Projekte zusammenlegen. Der Aufwand liegt dann deutlich unter dem zweier getrennter Zertifizierungen.
Ablauf und Unterstützung durch Zertex
Vier Schritte bis zum Zertifikat.
Bestandsaufnahme
Wir sehen uns an, welche Bauteile Sie fertigen, welche Verfahren im Einsatz sind und welche Nachweise bereits vorliegen. Daraus ergibt sich die passende Stufe der Norm.
Schweißtechnische Nachweise aufbauen
Wir erstellen die Schweißanweisungen, bringen die Qualifizierungen auf Stand und organisieren fehlende Schweißerprüfungen. Fehlt eine Schweißaufsicht, stellen wir sie extern.
Dokumentation erstellen
Handbuch, Prozess- und Arbeitsanweisungen, Prüf- und Lagernachweise, zugeschnitten auf Ihre Abläufe, nicht als Standardvorlage.
Audit und Zertifikat
Wir bereiten Ihr Team auf die Auditfragen vor und sind am Prüftag vor Ort. Nach bestandenem Audit stellt die Zertifizierungsstelle das Zertifikat aus.
Die Zertifizierung selbst stellt eine akkreditierte Zertifizierungsstelle aus. Zertex bereitet Ihren Betrieb darauf vor und begleitet Sie, ist aber selbst keine Zertifizierungsstelle.
Häufige Fragen zur ISO 3834 Zertifizierung
Alles zur Schweißqualitätsnorm DIN EN ISO 3834.
Haben Sie eine spezifische Frage zu Ihrem Betrieb?
Die ISO 3834 Zertifizierung ist nicht direkt gesetzlich vorgeschrieben, wird jedoch in vielen technischen Regelwerken und Normen vorausgesetzt. Beispielsweise verlangen Regelwerke wie die EN 1090 im Stahlbau, die Druckgeräterichtlinie (DGRL) oder die EN 15085 im Schienenfahrzeugbau häufig den Nachweis schweißtechnischer Qualitätsanforderungen nach ISO 3834. Zudem fordern viele Auftraggeber die ISO 3834 Zertifizierung als Voraussetzung für Aufträge. Für Schweißbetriebe dient die Norm als international anerkannter Nachweis, dass Schweißprozesse, Personalqualifikation und Dokumentation den erforderlichen Qualitätsstandards entsprechen.
Eine ISO 3834 Zertifizierung wird benötigt, wenn Unternehmen Schweißarbeiten an sicherheitsrelevanten Bauteilen durchführen oder wenn Auftraggeber einen Nachweis schweißtechnischer Qualitätsanforderungen verlangen. Besonders häufig wird die Norm in Verbindung mit anderen Regelwerken eingesetzt, zum Beispiel bei der EN 1090 im Stahlbau, der Druckgeräterichtlinie (DGRL) oder der EN 15085 im Bahnsektor. Die ISO 3834 bestätigt, dass Schweißprozesse, Personalqualifikation, Prüfungen und Dokumentation nach international anerkannten Qualitätsstandards organisiert sind.
Für eine ISO 3834 Zertifizierung müssen mehrere grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören qualifizierte Schweißer mit gültigen Prüfungen, definierte Schweißverfahren (WPS), eine qualifizierte Schweißaufsicht sowie eine dokumentierte Qualitätssicherung im Schweißprozess. Zusätzlich müssen Prüfungen, Materialnachweise und Schweißdokumentationen nachvollziehbar organisiert sein. Diese Anforderungen stellen sicher, dass geschweißte Bauteile dauerhaft den technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen entsprechen.
Für die ISO 3834 Zertifizierung muss eine qualifizierte Schweißaufsicht im Unternehmen vorhanden sein. Das kann beispielsweise ein Schweißfachingenieur (IWE), Schweißtechniker (IWT) oder Schweißfachmann (IWS) sein – abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung. Diese Funktion muss jedoch nicht zwingend durch einen festangestellten Mitarbeiter erfüllt werden. Die Norm erlaubt ausdrücklich auch eine externe Schweißaufsicht (SAP) auf Honorarbasis. Gerade für kleine und mittelständische Schweißbetriebe ist eine externe Schweißaufsicht oft eine wirtschaftliche und praxisnahe Lösung.
Die Norm ISO 3834 besteht aus mehreren Stufen, die sich im Umfang der Qualitätsanforderungen unterscheiden. ISO 3834-2 umfasst umfassende Qualitätsanforderungen und wird häufig bei sicherheitskritischen Bauteilen wie Druckbehältern, Kränen oder Brücken eingesetzt. ISO 3834-3 beschreibt Standard-Qualitätsanforderungen und ist typisch für viele Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau. ISO 3834-4 enthält elementare Qualitätsanforderungen und gilt für einfache Schweißkonstruktionen mit geringem Risiko. Welche Stufe erforderlich ist, hängt von den technischen Anforderungen und den jeweiligen Normen oder Kundenanforderungen ab.
Die Vorbereitung auf eine ISO 3834 Zertifizierung kann in vielen Betrieben innerhalb von etwa vier Wochen erfolgen. Voraussetzung ist, dass grundlegende Anforderungen wie geprüfte Schweißer, geeignete Schweißverfahren und eine grundlegende Dokumentation bereits vorhanden sind. In dieser Zeit werden die notwendigen Prozesse, Nachweise und Dokumentationen gemäß der Norm aufgebaut und vorbereitet. Anschließend führt eine akkreditierte Zertifizierungsstelle das Audit im Betrieb durch. Nach erfolgreicher Prüfung wird das ISO 3834 Zertifikat ausgestellt.
Die Kosten für eine ISO 3834 Zertifizierung hängen von mehreren Faktoren ab, beispielsweise von der Unternehmensgröße, der Anzahl der Schweißprozesse und der gewählten Normstufe (ISO 3834-2, ISO 3834-3 oder ISO 3834-4). Die Gesamtkosten setzen sich typischerweise aus der Vorbereitung des Unternehmens, der Erstellung der notwendigen Dokumentation sowie den Gebühren der Zertifizierungsstelle für das Audit zusammen. Da sich der Aufwand je nach Betrieb deutlich unterscheiden kann, wird der genaue Kostenrahmen meist nach einer kurzen Analyse des Unternehmens ermittelt.
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